Globale Investoren werden ihre Investitionen in Afrika deutlich erhöhen. 76 % von ihnen untersuchen die Märkte, bereiten ihren Markteintritt vor oder sind bereit, zusätzliche Investitionen auf dem Kontinent zu tätigen.
Dies geht aus dem Bericht „World to Africa“ hervor, einer branchenweiten Studie, die von der Standard Bank Group und der ValueExchange in Zusammenarbeit mit der Bank of New York Mellon, der Africa Venture Capital Association (AVCA), der South African Venture Capital Association (SAVCA), Global Custodian und MiDA durchgeführt wurde.
Investitionen in Afrika gehören bereits für fast die Hälfte aller globalen Investoren, vor allem in Europa, zum Kerngeschäft. Weitere 36 % der globalen Investoren bereiten sich auf den Eintritt in afrikanische Märkte vor – entweder durch geplante Markteintritte oder die Aktivierung von Konten in der Region – was die wachsende Attraktivität afrikanischer Märkte für ausländische Investoren verdeutlicht. Die Tatsache, dass diese Entwicklung hauptsächlich von langfristigen, institutionellen Anlegern vorangetrieben wird, zeigt, dass dieses Wachstum eher strategisch als opportunistisch ist.
Obwohl das Volumen der in Afrika getätigten Investitionen noch nicht wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht hat, zeigt die Studie, dass 34 % der Investoren planen, ihre Investitionen in Afrika im Jahr 2022 zu erhöhen – was zu einer erheblichen Liquiditätsspritze für wichtige Märkte führt. Die meisten Investoren konzentrieren sich dabei auf Südafrika, Nigeria und Kenia, aber auch Märkte südlich der Sahara wie Botswana, Sambia und Namibia dürften vom wachsenden Vertrauen der Investoren profitieren.
ESG und Fintech als Haupttreiber
Die erwarteten Investitionsrenditen auf den afrikanischen Märkten sind die wichtigsten Triebfedern für ausländische Investitionsströme, aber auch die Attraktivität Afrikas als ESG-freundliches Ziel führt zu einem wachsenden Interesse. Europäische Investoren und solche aus dem asiatisch-pazifischen Raum, die ESG als den zweitwichtigsten Treiber für die Investitionsströme nach Afrika ansehen, stehen bei diesem Trend an der Spitze.
„Diese Umfrage stützt sich auf die Meinungen von mehr als 220 Institutionen, um einen umfassenden Überblick über die Triebkräfte, Herausforderungen und Auslöser zu geben, mit denen globale Portfolioinvestoren konfrontiert sind, wenn sie sich mit afrikanischen Märkten befassen.
Diese Investitionen werden in die schnell wachsenden Technologie- und Fintech-Sektoren Afrikas gelenkt. Während sich die Portfolio-Investoren auf Staatsanleihen und einen Korb von Technologie-, Infrastruktur- und Rohstoffaktien konzentrieren, ist die Attraktivität von Fintech als Hauptziel für alle Anlageprofile eindeutig.
FX-Liquidität eine zentrale Herausforderung
Trotz der erhöhten Aufmerksamkeit für Afrika sind nicht alle globalen Investoren bereit, sich dem Kontinent zuzuwenden. 41 % der neuen Investoren in Afrika (und 27 % der bestehenden Afrika-Investoren) sehen im derzeitigen Zustand der Devisenmärkte des Kontinents ein Haupthindernis für Investitionen. Die Studie macht deutlich, dass globale Investoren sich stark von Ländern angezogen fühlen werden, die Maßnahmen ergreifen, um lokale Marktreformen voranzutreiben und die Liquidität in naher Zukunft zu erhöhen und zu stabilisieren.
„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass der Kontinent voller Investitionsmöglichkeiten ist, die das Wachstum Afrikas vorantreiben werden, und die globale Investorengemeinschaft hat dies erkannt und ist bereit, das Potenzial Afrikas zu nutzen.






